Funkel, Funkel, kleiner Stern?

Funkel feiert Debüt in Berlin – Mark Flekken wird Profi

Aus dem Vollen schöpfen können – dies war schon zu Zeiten Peter Hyballas ein Vorhaben, dass nur schwer in die Tat umzusetzen war. Und auch Trainer Funkel hat es aktuell nicht einfacher. Mit Radjabali-Fardi, der sich seit der Partie gegen den Tabellenführer Greuther Fürth mit Meniskusproblemen herumschlägt, fehlt dem Coach am Samstag ein weiterer Bestandteil der Aachener Stammformation. Der 20-Jährige hatte sich bereits darauf gefreut, in seiner Heimatstadt wieder gegen den Ball treten zu können – und auch die Familie war für die Begegnung bereits in die alte Försterei geladen. Jetzt fällt „Radja“ kurzfristig aus, soll allerdings laut Vereinsseite schon in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen können.
Auf Manuel Junglas wird der Trainer dahingegen noch etwas länger nicht zurückgreifen können. Nach seiner roten Karte in der Partie gegen Greuther Fürth wurde der Zehner für drei Meisterschaftsspiele gesperrt. Mario Erb fehlt zudem mit einer Kapselverletzung.
Für den neuen Trainer, der sein Amt erst am Dienstag angetreten war, könnte der Stand der Dinge also besser aussehen. Doch dass es der erfahrene Coach mit der Alemannia nicht immer leicht haben würde, hatte er gewusst, als er sich für zwei Jahre an die Schwarz-Gelben band.
Schon in der Pressekonferenz am Dienstag hatte der 57-Jährige erklärt, dass er sich trotz der aktuellen, sportlichen Situation auf seine Aufgabe am Tivoli freue. Er betonte, dass es ihm wichtig wäre, das Team in den wenigen Tagen kennen zu lernen und sich optimal auf den kommenden Gegner einzustellen.
Dieser nämlich ist angesichts der bisher absolvierten Spiele schwer einschätzbar. Union Berlin liegt mit 11 Punkten im guten Mittelfeld der Tabelle. Die Elf von Uwe Neuhaus kam dabei auf drei Siege, drei Niederlagen und zwei Remis.
Ziemlich ausgeglichen die Bilanz, was es für die Tivoli-Kicker natürlich nicht einfacher macht. „Im Training ist von großer Verunsicherung nichts zu erkennen.“, weiß Trainer Funkel, der die Mannschaft bislang in fünf Einheiten begleitete. „Der Umgang stimmt, eine gewisse Aggressivität liegt in den Zweikämpfen die Bereitschaft ist absolut da. Das alles sind schon einmal Dinge, die ziemlich positiv sind.“
Durchweg positiv ist zudem, dass zum Ende der Woche auch im Bereich des Nachwuchs Fortschritte gemacht wurden. Mark Flekken, bis zur Vorsaison Stammtorhüter der U19 Mannschaft, hat gestern für drei Jahre bei der Alemannia unterschrieben. Der junge Holländer gilt als Nachwuchstalent und trainiert schon seit geraumer Zeit regelmäßig bei den Profis mit.
Der 18-Jährige wurde von Torwarttrainer Hans Spillmann vor zwei Jahren an die Alemannia geführt, spielte in seiner Jugend für Roda Kerkrade. Dass Flekken am Samstag als Ersatzkeeper auf der Bank Platz nehmen wird, ist allerdings ziemlich unwahrscheinlich.