Die Sache mit der Leiter

Immer tiefer versinkt die Alemannia in den letzten Wochen in den Tiefen des düsteren Tabellenkellers. Mit nur vier Punkten aus neun Ligaspielen steht das Team von Trainer Funkel als schlechteste Mannschaft der Liga dar. Und auch die Torausbeute zeugt nicht gerade davon, dass dieser Stand ziemlich ungerechtfertigt ist: Ein mageres Törchen gelang der Truppe am dritten Spieltag beim FC St. Pauli. Seitdem ist Schicht im Schacht – Alemannia hat die schlechteste Offensive aller Lizensmannschaften aus Liga 1-3.

Als man am Boden der Tatsachen angekommen war, nach einer miserablen Leistung beim SC Paderborn, hatte man Peter Hyballa entlassen. Man fragte sich, wer diese Leiter gestohlen hatte, die alleinig das Entkommen aus dem Tabellenkeller sicherte. Sieben Tage später kam ein Mann mit neuer Leiter: Doch auch diese zerbrach am vergangenen Samstag, als im ersten Spiel unter Trainer Funkel die nächste Pleite (0:2) eingefahren wurde.
Im übertragenen Sinne steht unsere Leiter für die Tore, die bei der Alemannia zur Zeit wirklich Mangelware sind. Neben „den Fans endlich ein Erfolgserlebnis schenken“ steht das Ziel, die Bälle mal im gegnerischen Kasten zu versenken, ganz oben auf der Schwarz-Gelben To-Do-Liste.
Schon morgen könnten diese Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, wenn man am Tivoli den FSV Frankfurt empfängt. Noch nie zuvor hatte man gegen den Gegner aus Hessen, der erst einmal in dieser Saison einen Dreier einfahren konnte, verlieren können.
Um zu verhindern, dass sich alle Vorahnungen ins Gegenteil wenden, wird David Hohs am Freitag den Kasten hüten. Boy Waterman musste aufgrund wiederkehrender Hüftprobleme am Dienstag das Training abbrechen, wird dem Trainer daher nicht zur Verfügung stehen. Und auch auf Anouar Hadouir muss der erfahrene Fußballlehrer verzichten: Der Marokkaner hatte sich im Training am Knie verletzt und fällt damit bis auf weiteres aus. Benjamin Auer wird dahingegen wieder in die Startelf zurückkehren, soll mit Sergiu Radu für ein erfahrenes Sturmduo sorgen.
Wenn man den Zahlen der Alemannia trauen kann, wurden für die Partie gegen den Tabellenlelften nicht einmal 12.000 Karten verkauft. Es wäre nach der Partie gegen Tabellenführer Fürth der nächste negativ Rekord.